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Proton | Steam Deck

Ich beschreibe in diesem Post mal warum Steam das beste ist, was dem UNIX basierten Betriebssystemen passieren konnte, und weshalb ich mich entschieden habe, auch ein Steam Deck vorzubestellen.

Linux Gaming

Gaming unter Linux hat sich in den letzten Jahren sehr weit entwickelt. Um mal ein paar von mir genutzte Tools zu nennen: Wine (eine Windows kompatible Laufzeitumgebung für unter Unix), Proton (im Steam Client integrierte, angepasste Version von Wine), ProtonDB (Statisktiken und User Reviews mit Hardware Specs zu unter Proton betriebenen Spielen) und Lutris (Game Launcher der einen Installer für Spiele von Battle.net, etc. anbietet). Ich habe ja eine Windows 10 VM mit GPU Passthrough auf meinem Rechner, aber ich sehe rückblickend einen immer geringer werdenden Bedarf dafür, da sich das Gaming unter Linux rasant entwickelte.

Steam Deck

Kommen wir zum eigentlichen Star und Grund diesen Artikels: dem Steam Deck. Man kann es als hardwaremäßig technisch besser ausgestattete als Version der Switch (mit etwa 0,4 TFlops, wohingegen das Steam Deck 1,6 TFlops haben wird) beschreiben.
Die AMD APU ist mit RDNA2-Shader-Kernen ausgestattet, also technisch das gleiche Grundgerüst wie auch PS5/Xbox Series X.
Bei der RAM Ausstattung verfügt der Handheld über 16 GByte LPDDR5-5500, wohingegen die Switch nur 4 GByte LPDDR4-3200 aufweisen kann.
Jedoch mit ein paar softwaretechnischen Besonderheiten: und zwar ein auf Arch basierendes SteamOS mit der Obefläche KDE Plasma. Und das finde ich einen sowohl sehr mutigen als auch sehr interessanten Schritt!

Quasi hat Steam sich meinen Desktop PC genommen und sofwaretechnisch 1:1 in einen Handheld übersetzt 😃 Das hat zur Folge, das Steam Druck ausübt, die propitären und verbreiteten Anti Cheat Lösungen EAC und BattleEye mit Proton zum Release (Q1 2022) lauffähig zu machen.

Und da dies eines der ersten Geräte ist, bei dem ich nicht schon am Kaufdatum beabsichtige Custom Firmware drauf zu flashen (da ausnahmsweise mal ein vernünftiges OS drauf ist), habe ich das Ding natürlich vorbestellt. In der 256 GB Variante, da ich nicht ganz überzeugt bin vom langsameren eMMC Speicher. Der Spaß wird mich dann 545€ kosten, aber das bin ich bereit zu Zahlen.

Auf Reddit, wo das ganze in den Subreddits r/linux, r/linux_gaming, r/archlinux usw. natürlich ziemlich durch die Decke ging, ließ sich dann noch dieser interressante Post finden, in dem Gründe für Arch als OS stehen. Denn das OS der Steam Machines besierte ja damals noch auf Debian.

Noch mehr Infos bieten der Artikel von heise und das Video von GamerNexus oder Gardiner Bryant.

Autor: peterge